Country Blues Project

Also, weiter, warum eigentlich nicht mit Blues ? Kam da so ein Typ in die Stadt, spielte auf einer alten Blechgitarre den authentischsten Fingerpicking- Blues, der je zu hören war, versehen mit einer Stimme, die besser nicht vorstellbar war.

Man verabredet sich zu einem Jam in einem winzig kleinen Zimmer in einem Hinterhofhaus in der Altstadt, Frühling, Fenster weit offen, nach den ersten Stücken : Applaus von der Straße ! Das war die Gründung von „Country Blues Project“. Anfangs als Duo mit schweren Präsentationsfehlern durch verrauchte Kneipen gedudelt, später als Trio mit Kontrabass durch Protektion eines alten Bekannten 1 Stunde Live aus dem großen Sendesaal des WDR abends von 22.00-23.00 Uhr wie eine Bombe in der Bluesszene aufgeschlagen und von da an wieder richtig unterwegs. Zuerst den Job auf 50 % runtergefahren, und dann ab die Luzie durch D-land, Schweiz und Österreich. Vereinzelt auch mal in Frankreich, Ungarn und Griechei, nie zu viel, immer genug, um 2 Monate Sommerpause und 2 Monate Winterpause zu überleben. Im Jahre 2006 werden es 20 Jahre, aber die Auftritte sind rar geworden, das Management hat uns als schwer verkäuflich ausgemustert, die kommunalen Kulturträger sind arm, sofern es sie noch gibt, und Kleinkunst gibt halt nur Kleingeld.

der Beat hat ihn wieder

Da findet sich dann doch auch wieder Zeit, um seiner alten Liebe nachzusteigen, dem Beat. Da trifft man mal Einen, den man schon lange aus den Augen verlor und entsinnt sich : der hat doch damals mit dieser Beatband im damaligen Juze „Schwabenhaus“ immer geprobt, die haben Stones gespielt, und CCR und all das Zeug, und es war geil, und man selber war 12 Jahre alt und musste um 18.00 Uhr zuhause sein. Und es stellt sich raus, das derjenige immer noch rummuckt mit einem alten Kumpel aus der Zeit, und : komm doch mal vorbei......

Anfang der 90er trafen sich die Herren Philipp, Schaefer und Abromeit zu den ersten Jams in der alten „Maico“- Fabrik in Pfäffingen. Spass am gemeinsamen „Reinhauen, bis der Arzt kommt“ war die Devise, es war völlig wertfrei und nicht zielgerichtet auf „Auftreten“ oder „berühmt werden“, man wollte nur dem Moment fröhnen, kleine Fluchten aus dem Alltag nehmen, einschalten zum Abschalten. Schlagzeuger wechselten, 2te Gitarristen fielen Hörstürzen zum Opfer, Proberäume wurden aufgebrochen und ausgeraubt oder wurden gekündigt, alles fliesst, nichts bleibt, wie es wird, alles kommt und freut sich und uns..................

Seit 1997 sind wir personell unverändert und haben ein für uns bis dahin nicht vorstellbares Maß an „togetherness“ erreicht, das uns in die Lage versetzt, Unmögliches zu realisieren, oder, wenn’s ein Traum ist :

BITTE NICHT STÖREN !!!